Juhee, Wahlen!

Ich bin täglich als einer der ungeliebten Autofahrer unterwegs. Zurzeit werde ich vom Geschehen im Strassenverkehr an einigen Orten ziemlich abgelenkt. Da lächeln einem viele Gesichter von den unzähligen Plakaten entgegen.

Ja, manche haben ein sympatisches Lächeln, bei anderen ist es manchmal ziemlich verkrampft. Doch was ich generell feststellen kann, viele dieser Damen und Herren sind mir nicht bekannt. Auch deren Schlagworte und Themen sind mir nicht bekannt, da diese verschachtelt platzierten Plakate an mir vorbei huschen. Ich muss mich ja auf den Strassenverkehr konzentrieren.

Was mir aber aufgefallen ist, dass es einige Parteien mit den Plakaten übertreiben. Insbesondere die Partei, welche viel mit der Farbe Blau arbeitet. Auch die Orangen und überraschenderweise die Roten sind sehr gut vertreten. Jedenfalls auf meiner Hausstrecke.

Ich frage mich aber, wie die unzähligen Plakate, also die verschwendeten wertvollen Resourcen, zu den aktuellen politischen Themen passen. Gerade die Partei mit den meisten (blauen) Plakaten ist diejenige die sich für die CO2 Steuer stark macht. Sie will uns dazu zwingen weniger Resourcen zu verwenden. Aber beim Wahlkampf werden die eigenen Forderungen über den Haufen geworfen. Genauso bei den Roten und den Grünen.

Diese falsche Moral zeigt wessen Kind die Kandidaten solcher Parteien sind. Die Andern, also wir Bürger, sollen für den Klimawandel abgezockt und in unserem Verhalten eingeschränkt werden. Um jedoch seine Sitze in den lukrativen Räten zu ergattern, darf man mit Resourcen klotzen.

Und ja, liebe klimawandel-affine Parteien, wenn Ihr es fertig gebracht habt, dass wir uns das Autofahren nicht mehr leisten können, ist fertig mit Euren Plakaten an den Strassenrändern. Dann gibt es keine Autofahrer mehr, welche diese Plakate sehen. Und spätestens dann kommt die Stunde der Wahrheit. Dann reicht es nicht mehr genehm von den Plakaten herunter zu lächeln, in der Hoffnung, ein paar Stimmen mehr zu ergattern.

Marcel Toeltl

Zahnlose Wahl

Betreff: Gemeinderats-Ersatzwahl in St. Margrethen
Rheintaler, 27. August 2019

Es kommt also zur Kampfwahl in unserem Dorf. Doch unter Kampf stelle ich mir etwas anderes vor. Es geht um eine Ersatzwahl für den Gemeinderatseinsitz des ausgetretenen Andreas Trösch. Dieser wurde als schwarzes Schaf bezeichnet, weil er nicht immer die gleiche Meinung wie der restliche Gemeinderat vertrat.

Die beiden neuen Kandidaten sind zahnlos, suchen den Konsens und scheinen gemäss Interviews harmonisch in den Gemeinderat zu passen. Von differenzierten und abweichenden Meinungen spüre ich nicht viel. Und somit ist es völlig egal, wer denn nun gewählt wird. Es bleibt alles beim Alten und von frischem Wind ist nichts zu spüren.

Da haben wir den SP-Kandidaten Armin Hanselmann, 27 Jahre alt, Politikwissenschaftler, der ab 1. September eine 80 %-Stelle in Bern bei den Parlamentsdiensten antritt. Viel Erfahrung in der Arbeitswelt scheint er nicht zu haben. Durch das lange Studium in Bern hat er wahrscheinlich eine verzerrte Wahrnehmung, was die Entwicklung in unserem Dorf betrifft. Seine «persönliche Motivation», wie er es selber genannt hat, dürfte eher auf seine Karriere ausgerichtet sein, und weniger aufs Anpacken.

Gemäss FDP-Ortsparteipräsident Ralph Brühwiler hat im Gemeinderat politisches Handeln kaum Platz. Was also nützt ein frisch studierter Politikwissenschaftler im Gemeinderat, der die ganze Woche in Bern verbringt?

Die zweite Kandidatin, die parteilose Petra Rüttimann, 47 Jahre alt, bringt einen grossen Rucksack an Lebens- und Berufserfahrung mit. Sie ist eine Frau aus dem Volk und hat sicher ein gutes soziales Gespür für Anliegen der Bürger. Auch kennt sie sich, beruflich bedingt, mit Gemeindestrukturen und dem rechtlichen Rahmen aus. Allerdings stört sie der sehr hohe Ausländeranteil in St. Margrethen nicht, und sie hofft, dass beide Seiten toleranter werden.
Tja, von einem höher gelegenen Wohnort aus erlebt man eben nicht, was sich im Dorfzentrum so abspielt.

Wir haben nun zwei genehme Kandidaten, die aus unterschiedlicher Motivation heraus Gemeinderat werden wollen. Beide schwimmen mit dem Strom und beide sind sicher willkommen im Rat.

Die Kampfwahl ist eher eine zahnlose Zufallswahl und sie lässt den Status quo der politischen Macht weiterhin verharren.

Meine Stimme geht jedoch eher an Petra Rüttimann.

Marcel Toeltl

NEIN zur Beschränkung des Pendlerabzuges

Der ÖV und Individualverkehr müssen nebeneinander gleichberechtigt existieren können. Und es liegt im Interesse des Arbeitnehmers das sinnvollste Transportmittel zu wählen, damit er seiner Arbeit nachgehen kann. Denn ohne Arbeit gibt es keinen Zahltag und ohne Zahltag keine Steuern. Nicht jeder arbeitet an seinem Wohnort. Und für diejenigen die das können, gibt es keine Gewähr, dass sie ihren Job auch morgen noch haben.

Unternehmen wechseln Standorte oder bauen Stellen ab. Langjährige Mitarbeiter können plötzlich auf der Strasse stehen. Meistens findet man keinen Job in der Nähe. Das RAV setzt noch einen drauf, und verlangt, dass man täglich bis zu vier Stunden Arbeitsweg, meist für weniger Lohn, auf sich nehmen müsse. Arbeitstätige haben heute flexibel zu sein. Realität ist, dass Arbeitsort und Wohnort häufig und ungewollt nicht mehr übereinstimmen.

Längere Arbeitswege verursachen Mehrkosten. Gemäss unserem Steuersystem wird das gesamte Reineinkommen besteuert. Wer Auslagen hat, um Einkommen zu erzielen, muss diese Auslagen abziehen können. Muss man einen langen Arbeitsweg auf sich nehmen, reicht die Maximalpauschale, wenn kein ÖV zur Verfügung steht, nirgendwo hin. Ganz zu schweigen bei Schicht- und Nachtarbeit. Von Gleichberechtigung, wie es die Regierung behauptet, kann also keine Rede sein.

Die Beschränkung des Pendlerabzugs war Teil des Entlastungspaketes einer Regierung, die lieber höhere Bussen einnimmt und Steuern erhöht, anstatt endlich zu Sparen. In den meisten anderen Kantonen gibt es keinen Höchstbetrag oder aber einen solchen von 6000 Franken und mehr. Der Kanton Aargau hat eine Beschränkung sogar ausdrücklich abgelehnt.

Eine Höchstgrenze für Steuerabzüge ist zu verhindern. Es gibt ja auch auf der Einnahmenseite keine Höchstgrenze bei den steuerbaren Einkünften. Steuergerechtigkeit bedeutet auch, die wirklichen Auslagen der Arbeitnehmer anzuerkennen und steuerlich zum Abzug zuzulassen.

Darum NEIN zum XI. Nachtrag zum Steuergesetz.

Marcel Toeltl

Sozialhilfe-Reduktion ist vertretbar

Tagblatt, 14. August 2014
St. Margrethen kürzt die Sozialhilfe Ausgabe vom 13. August 2014

Der Gemeinderat von St. Margrethen teilt mit, dass er die Ansätze der Sozialhilfekosten für die Deckung des Grundbedarfs auf den 1. Oktober 2014 um 7,5 Prozent senkt. Die SVP-Ortspartei begrüsst diese für Betroffene unspektakuläre Entscheidung und den damit nötigen Schritt zur Stabilisierung der explodierenden Sozialhilfekosten.

Bis 2011 und 2012 lagen die Kosten der finanziellen Sozialhilfe in St. Margrethen noch unter dem kantonalen Durchschnitt. Aber 2013 ist der Netto-Aufwand sprunghaft angestiegen auf 976 564 Franken. 2014 soll der Aufwand gemäss Budget auf 1 165 000 Franken klettern. Die Verdoppelung der Kosten der finanziellen Sozialhilfe innerhalb von fünf Jahren ist alarmierend.

Mit der angekündigten Reduktion um 7,5 Prozent reagiert der Gemeinderat im Sinne einer Lösung, beziehungsweise einer Entschärfung des Problems. Andere Gemeinden haben dies auch bereits getan. Unsere spezielle Bevölkerungsstruktur und der anhaltende Familiennachzug aus sogenannten Drittstaaten, wie auch die tieferen Lebenshaltungskosten (Grenznähe) ermöglichen eine vertretbare Reduktion des Grundbedarfs gemäss SKOS-Richtlinien. Wünschenswert wäre noch, bei unkooperativen Sozialhilfe-Empfängern eine konsequente Kürzungspraxis zu verfolgen.

Der Gemeinderat hat mit der Reduktion der Ansätze gezeigt, dass er seinen Handlungsspielraum nutzen will. Wir von der SVP unterstützen dies, denn damit werden nicht nur finanzielle Einsparungen gemacht. Es sind auch dringend nötige Signale an den wachsenden Anteil der Sozialhilfe-Empfänger in unserer Gemeinde, die mit den geltenden Ansätzen finanziell besser fahren, als wenn sie arbeiten würden. Es kann nicht sein, dass jeder zehnte Steuerfranken in die Sozialhilfe fliesst und die Gemeinde keinen finanziellen Handlungsraum für andere nötige Dinge mehr hat.

Vorstand SVP St. Margrethen
Marcel Toeltl

Vernünftiger Entscheid

Rheintaler, 24. April 2014
“Kindswohl geht Propaganda vor”, 23. April 2014

Ein grosses Lob muss ich dem Gemeinderat von St. Margrethen aussprechen. Verhindert er doch mit seinem Entscheid, dass der IZRS eine propagandistische Standaktion in unserem Dorf abhalten kann. Der Islamische Zentralrat Schweiz gilt in unserem Land als radikal-islamische Organisation, welche schon mehrmals mit seinen verfassungsfeindlichen Äusserungen ins Visier der Staatsschützer geraten ist.
Was man im Wikipedia über den Konvertiten Qaasim Illi liest, spricht Bände. Auch die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, Saïda Keller-Messahli, warnt vor Nicolas Blancho und Qaasim Illi. In der Öffentlichkeit geben sie sich zivilisiert und freundlich, aber sie sind Rattenfänger. Sie ködern junge Muslime und Nichtmuslime, die nach einer klaren Orientierung suchen.
Dass sich der IZRS neben Au-Heerbrugg auch St. Margrethen als strategischen Ausgangspunkt für seine Propaganda ausgesucht hat, sollte hellhörig machen. Mit einem Ausländeranteil von 46%, und einem Islam-Anteil von 18% ist St. Margrethen nicht uninteressant für den IZRS. Darum unterstützt er die Familien der kopftuchtragenden Kinder auch vor unseren Gerichten.
Der Gemeiderat hat richtigerweise einen Riegel geschoben. Dies ist zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass auf den Schultern eines Kindes der IZRS eine Plattform (Standaktion) erhält, wo er versucht, weitere Nichtmuslime mit seinen radikal-islamistischen Glaubensbekenntnissen zu bekehren. Nebenbei sei noch erwähnt, dass der Bruder dieses Mädchens bekundet, dass er Mühe mit dem Kleinbuchstaben t hat, da dieser dem christlichen Kreuz ähnlich sieht.
Die Islamisierung ist in vollem Gang. Ich wünsche unserem Gemeinderat und dem Schulrat die Fähigkeit und die Kraft, die nötig ist, unsere Werte zu verteidigen, damit mittelständische Familien in die vielen Neubauwohnungen einziehen mögen.

Marcel Toeltl

Fadenscheiniges Urteil

Kopftuchverbot – Muslimische Eltern freigesprochen

Ist Religionsfreiheit der Schlüssel dazu, unsere Gesetze zu ignorieren? Und rechtfertigt sie die Meinung, sich nicht integrieren zu müssen? Wir Steuerzahler finanzieren unzählige Integrations- und Migrationsprojekte, ändern Gesetze, passen Lehrpläne an, verändern unsere Sprache und Kinderbücher, und tolerieren die kulturellen Begleiterscheinungen. Wir tun viel, damit uns fremde Kulturen nicht ausgegrenzt werden. Doch für manche Migranten ist dies zu wenig. Sie kommen in unser Land und leben ihre Kultur unverändert weiter. Sie beziehen Sozialleistungen, verletzen ihre Erziehungs- und Fürsorgepflicht, und verstossen gegen amtliche Verfügungen und das kantonale Volksschulgesetz. Ihre beispiellose Ignoranz gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung ist der Grund, weshalb in solchen Dingen die Volksseele kocht.

Die Schulordnung von St. Margrethen wurde der Bürgerschaft mittels Referendums-Möglichkeit vorgelegt. Das Referendum wurde nicht ergriffen, also hat die Schulordnung Rechtskraft.

In der Bundesverfassung steht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Somit müssen sich auch Moslems der rechtskräftigen Schulordnung anpassen. Die Religionsfreiheit darf nicht dazu missbraucht werden, sich Gesetzen zu widersetzen.

Liest man den Art. 9, Abs.2 der Europäischen Menschenrechtskonvention in Sachen Religionsfreiheit, stellt man fest, dass man sich aufgrund der Religionsfreiheit nicht über geltende Gesetze, wie die Schulordnung, hinwegsetzen kann.

Wie der Medienmitteilung des DJ vom 27.02.2001 entnommen werden kann, untersagten im Kanton Genf die Behörden 1996 einer Primarlehrerin, während ihrer Berufsausübung ein Kopftuch zu tragen. Dieser Entscheid wurde vom Bundesgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gestützt.

Dass nun der Einzelrichter mit der Begründung “Sie hätten sich zu Recht auf die Religionsfreiheit berufen.” den muslimischen Eltern Recht gibt, lässt Raum für Spekulationen.

Marcel Toeltl

Fahrt ins Ungewisse

Rheintaler, 11. Januar 2014

Die SBB als spezialgesetzliche AG ist nach unternehmerischen Gesichtspunkten zu führen. Der Personen- und übrige Güterverkehr ist kostendeckend zu betreiben. Der Ausbau der Bahninfrastruktur will gut überlegt sein.
Der Wunsch nach mehr Bahn ist Symptom-Bekämpfung. Bewusst wird der Grund der überfüllten Züge verschwiegen. Seit Einführung der PFZ vor 10 Jahren, hat die Schweiz um ca. 800’000 Menschen zugenommen. Tendenz steigend. Seit 1998 ist der Personenverkehr auf der Schiene um 60% gewachsen. Diese Zunahme belastet nicht nur unsere Bahninfrastruktur.
Mit Annahme der Fabi Initiative wird der Pendlerabzug auf 3‘000.- begrenzt. Damit sollen 200 Millionen Franken in die Kassen fliessen. Einer Erhöhung der MwSt um 0.1% könnte man noch zustimmen, wenn da nicht die 0.4% der bis 2018 befristeten Erhöhung der MwSt, zugunsten der IV, in den Bahninfrastrukturfonds umgelagert würden. 0.5% MwSt für die Bahn ist zu viel. Wer z.B. Heizöl kauft, bezahlt neben der Mineralölsteuer, welche zur Bahn geht, auch noch MwSt obendrauf. Von all diesen Geldern sollen 60% in den Unterhalt des Schienennetzes fliessen. Ein Infrastrukturausbau generiert weitere und nachhaltige Kosten.
Die ÖV stellen auch Arbeitslose für jeweils 3 Monate ein, – wohlgemerkt ohne Lohnzahlung. Den Lohn erhalten die Arbeitslosen via ALV. Die ÖV sparen durch solche Tricks Personalkosten. Der intransparenten Subventionierung der Bahn durch die Strasse ist Einhalt zu bieten. Die SBB ist kostendeckend zu betreiben und die Gehälter des Top-Kaders zu reduzieren.
Die Fabi Initiative weckt Hoffnung auf gewünschte Investitionen des Bundes in der Region. Doch diese Träume platzen wenn die Gelder im Ausland landen, für Strecken wie Chiasso – Malpensa oder Lindau – München.
Die überladene Fabi Initiative ist nicht fertig gedacht. Der Ausbau der Bahninfrastruktur wird nicht mehr finanzierbar sein. Weitere versteckte Steuern werden folgen. Darum ein klares NEIN in die Urne.

Marcel Toeltl

Stille Nacht

Rheintaler, 24. Dezember 2013

Leise wird’s an Heiligabend und Ruhe kehrt auf den Strassen und in den Quartieren ein. Nach dem gemütlichen Abendessen werden die Kerzen am Christbaum angezündet, vielleicht noch ein Duftöl erwärmt und die Beleuchtung reduziert. Endlich ist es soweit. Es ist Weihnachten.

Wer zusammen mit Kindern feiern darf, erlebt die Spannung und Freude in den Kinderaugen. Es ist immer wieder schön mit anzusehen, wie unser Brauchtum des christlichen Abendlandes seine Magie und Faszination bei Kindern entfaltet. Und auch wir Erwachse freuen uns, wenn wir unseren Lieben die besten Wünsche, zusammen mit einem kleinen Geschenk, überreichen dürfen. Ja, es ist die Zeit der Besinnlichkeit und Freude, die Zeit mancher Träne, und auch die Zeit, in der wir uns erinnern mögen, wie wir damals als Kind die Weihnachtsfeier erleben durften.

Diese Art, wie wir Weihnachten feiern, gehört schon viele Jahrhunderte zu unserer Kultur. Den kommerziellen Teil lasse ich dabei mal beiseite. Unser traditioneller Brauch, an den Festtagen wieder mal im Kreise der Familien und Bekannten zu feiern, wurde von Generation zu Generation vermittelt. Doch wie so manches, ist es auch hier eine Frage der Zeit, bis dieser Teil unserer Kultur zerstört wird. Die unkontrollierte Zuwanderung nach Europa und in die Schweiz bringt nicht wirklich viel Gutes. Auf ein neugeborenes Schweizer Kind kommen zwei ausländische Kinder durch Geburt oder Zuwanderung hinzu. Schon heute ist von den 8 Millionen Einwohnern jeder 4. ein Ausländer. Dies wäre soweit akzeptabel.

Doch durch die Zuwanderung bestimmter fremder Kulturen, importieren wir auch deren Bräuche und rechtlichen Vorstellungen. Leider ist dabei der Islam keineswegs bereit, andere religiöse Kulturen zu akzeptieren. Es gibt zwar immer wieder islamische Vertreter, die sich ehrlich dafür einsetzen, uns klar zu machen, dass der Islam eine friedliche Religion sei. Man könnte auch dazu geneigt sein, dem aufgeschlossen und wohlwollend die Hand zu reichen. Wie schön wäre es, könnten wir eine friedliche Welt unser eigen nennen. Doch die Realität spricht klare Worte. Die katholische Kirche spricht von 200 Millionen Christen, welche weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt und bedrängt werden. In Nigeria, wo es immer wieder zu Angriffen durch die radikalislamische Sekte “Boko Haram” auf christliche Einrichtungen kommt, sind seit 2010 durch Terrorattacken über 1000 Christen getötet und Zehntausende verletzt worden. Auch der ORF vermeldete, dass in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, es in den letzten Tagen zu den ersten Massakern, mit mindestens 1000 Toten, an der christlichen Mehrheitsbevölkerung kam.

In jenen Ländern, in welchen der Islam eine gewisse Stärke erreicht hat, werden Christen zu Verfolgten und müssen um ihr Leben fürchten. Im Irak brennen Kirchen. In Ägypten, Pakistan, Äthiopien, Nigeria, Java, Sansibar, auf den Philippinen und in Frankreich brennen Kirchen. Auch in Deutschland wurden bereits erste Kirchen angezündet. In der Stadt St. Gallen gibt es 7 Moscheen, welche von ihrer Bedeutung her christlichen Kathedralen entsprechen.

Feiern wir also unser Weihnachtsfest, solange wir diese schöne Tradition noch an unsere Kinder weiter geben können. In diesem Sinne wünsche ich friedliche und frohe Weihnachten.

Marcel Toeltl

Dornen aus St. Margrethen

Rheintaler, 9. November 2013

Zum Leserbrief «Blanker Unsinn» von Michael Jäger, Ausgabe vom 7. November 2013

Manchmal ist es erstaunlich, was für Argumente im Vorfeld einer Abstimmung erfunden werden. Dass gerade die Familien-Initiative emotional hohe Wellen wirft, ist nicht verwunderlich. Umso nötiger ist es, dieses Thema sachlich korrekt anzugehen. Doch dies gelingt nicht jedem. Denn wer Andersdenkenden «blanken» bzw. «populistischen Unsinn» unterstellt und diese pauschal verunglimpft, muss schwache Argumente haben. So ist es denn auch bei Michael Jäger. Oder bezieht sich der Titel seines Leserbriefs selbstironisch auf den eigenen? Da muss Michael Jäger wohl ein falsches Abstimmungscouvert erhalten haben. Während es bei der Familien-Initiative nur um eine Steuerentlastung geht, faselt er von Steuererhöhungen. Oder besitzt Herr Jäger hellseherische Fähigkeiten?

Steuerentlastung ist ein liberales Anliegen. Das müsste eigentlich Michael Jäger als eingefleischtem FDPler sympathisch sein. Oder hat er die Seiten gewechselt?

«Reiche» Familien, die ihre Kinder selbst betreuen, scheinen Michael Jäger ein Dorn im Auge zu sein. Diese sollten wohl steuerlich noch mehr geschröpft werden, um weitere Kinderkrippen zu finanzieren. Wie verhält es sich übrigens mit gut situierten Doppelverdienern mit fremdbetreuten Kindern: Können diese den Fremdbetreuungsabzug nicht auch geltend machen? Die SVP St. Margrethen muss Michael Jäger wohl irgendwie ein Dorn im Auge sein, was eigentlich egal ist. Unsere sachlich orientierte und dem Bürger nahe stehende Politik kann etwas bewirken und ändern. Auch Michael Jäger wird eines Tages erkennen müssen, dass die Schweiz nicht nur aus Parteidenken und Geld besteht, sondern auch besorgte, das Land tragende und stolze Bürger beheimatet, für die es lohnt, sich einzusetzen.

Marcel Toeltl

Glasklare Argumente

Tagblatt, 18. Oktober 2013

Sieht man das Wasser höher steigen, beginnt man zu rudern. So oder ähnlich erlebt man zur Zeit die täglichen Argumentarien der Gegner der Familieninitiative. Viele davon sind an den Haaren herbeigezogen, konstruiert oder schlicht unwahr.

Travail Suisse behauptet im Tagblatt vom 14.10., dass die SVP Familien mit hohen Einkommen begünstigen wolle. Diese Behauptung ist falsch. Mit ihrer Behauptung jedoch sät die Travail Suisse ein Korn in den öffentlichen Meinungspool und hofft, dass sich ihre subversive Behauptung in den Köpfen der Stimmbürger verankert.

Im gleichen Bericht kommen die Autoren einer Studie der Berner Fachhochschule BFH zum Schluss, welcher aufhorchen lässt. So rechnen sie bei Annahme der Familieninitiative mit jährlichen Steuerausfällen von 1,4 Milliarden Franken.

Wie bitte? Jährlich 1,4 Milliarden Franken leisten also Familien wenn sie ihre Kinder selber betreuen. Oder andersrum: Der Staat hat bisher jährlich 1.4 Milliarden Franken profitiert durch solche Familien.

Diese Kostenwahrheit passt wohl den sozialen Linken, der Travail Suisse und anderen Initiativgegnern nicht. Sie sehen diese jährlich geschenkten 1.4 Milliarden Franken wie Sand durch ihre Hände fliessen. Der Bund wird dieses Geld irgendwo einsparen müssen. Dies dürfte wohl bei der finanziell aus dem Ruder laufenden Asylindustrie geschehen. Verständlich dass sich darum gewisse Kreise vehement gegen die Familieninitiative wehren.

Auch dürften die Initiativgegner nun einen Konflikt haben. Denn wer schon für das BGE (Bedingungslose Grundeinkommen) ist, muss auch für die steuerlichen Abzüge für Familien, welche ihre Kinder Zuhause betreuen, sein. Man kann nicht Faule unterstützen und gleichzeitig Familien benachteiligen.

Vielleicht sollten sich die Initiativgegner bewusst machen, wie sie ihre Kindheit verbrachten. Wenn sie stolz auf das sind, was sie erreicht haben, liegt dies am traditionellen Familienmodell. Künftige Generationen sollten dieselbe familiäre Kindheitsstube auch erfahren dürfen. Kinder brauchen wenigstens einen Elternteil als innig vertraute Anlaufstelle zu jeder Zeit. Wird diese Möglichkeit, nur des Geldes wegen, verweigert, braucht es nicht zu wundern, wenn sich Kinder von den Eltern weg entwickeln. Es fehlt das Vorbild, die gelebte Familienkultur und der erzieherische Einfluss.

Viele in nächster Zeit von den Initiativgegnern kommenden glasklaren Argumente sind durchschaubar und zeugen selten von Weitsicht. Mit der Familieninitiative will die SVP sicher keine Familie diskriminieren, im Gegenteil. Der Staat soll eine faire Möglichkeit schaffen, damit die Wahlfreiheit und Eigenbestimmung von Familien bei der Kindererziehung gegeben ist. Die Gerichte sprechen manche Urteile, speziell im Asylwesen (Ausschaffung), klar zu Gunsten der Familie. Umso logischer ist es jetzt, endlich Farbe zu bekennen und auch Schweizer Familien zu stärken, damit sie nicht in der freien Wahl des Familienmodells diskriminiert werden.

Marcel Toeltl