NEIN zur Beschränkung des Pendlerabzuges

Der ÖV und Individualverkehr müssen nebeneinander gleichberechtigt existieren können. Und es liegt im Interesse des Arbeitnehmers das sinnvollste Transportmittel zu wählen, damit er seiner Arbeit nachgehen kann. Denn ohne Arbeit gibt es keinen Zahltag und ohne Zahltag keine Steuern. Nicht jeder arbeitet an seinem Wohnort. Und für diejenigen die das können, gibt es keine Gewähr, dass sie ihren Job auch morgen noch haben.

Unternehmen wechseln Standorte oder bauen Stellen ab. Langjährige Mitarbeiter können plötzlich auf der Strasse stehen. Meistens findet man keinen Job in der Nähe. Das RAV setzt noch einen drauf, und verlangt, dass man täglich bis zu vier Stunden Arbeitsweg, meist für weniger Lohn, auf sich nehmen müsse. Arbeitstätige haben heute flexibel zu sein. Realität ist, dass Arbeitsort und Wohnort häufig und ungewollt nicht mehr übereinstimmen.

Längere Arbeitswege verursachen Mehrkosten. Gemäss unserem Steuersystem wird das gesamte Reineinkommen besteuert. Wer Auslagen hat, um Einkommen zu erzielen, muss diese Auslagen abziehen können. Muss man einen langen Arbeitsweg auf sich nehmen, reicht die Maximalpauschale, wenn kein ÖV zur Verfügung steht, nirgendwo hin. Ganz zu schweigen bei Schicht- und Nachtarbeit. Von Gleichberechtigung, wie es die Regierung behauptet, kann also keine Rede sein.

Die Beschränkung des Pendlerabzugs war Teil des Entlastungspaketes einer Regierung, die lieber höhere Bussen einnimmt und Steuern erhöht, anstatt endlich zu Sparen. In den meisten anderen Kantonen gibt es keinen Höchstbetrag oder aber einen solchen von 6000 Franken und mehr. Der Kanton Aargau hat eine Beschränkung sogar ausdrücklich abgelehnt.

Eine Höchstgrenze für Steuerabzüge ist zu verhindern. Es gibt ja auch auf der Einnahmenseite keine Höchstgrenze bei den steuerbaren Einkünften. Steuergerechtigkeit bedeutet auch, die wirklichen Auslagen der Arbeitnehmer anzuerkennen und steuerlich zum Abzug zuzulassen.

Darum NEIN zum XI. Nachtrag zum Steuergesetz.

Marcel Toeltl

Sozialhilfe-Reduktion ist vertretbar

Tagblatt, 14. August 2014
St. Margrethen kürzt die Sozialhilfe Ausgabe vom 13. August 2014

Der Gemeinderat von St. Margrethen teilt mit, dass er die Ansätze der Sozialhilfekosten für die Deckung des Grundbedarfs auf den 1. Oktober 2014 um 7,5 Prozent senkt. Die SVP-Ortspartei begrüsst diese für Betroffene unspektakuläre Entscheidung und den damit nötigen Schritt zur Stabilisierung der explodierenden Sozialhilfekosten.

Bis 2011 und 2012 lagen die Kosten der finanziellen Sozialhilfe in St. Margrethen noch unter dem kantonalen Durchschnitt. Aber 2013 ist der Netto-Aufwand sprunghaft angestiegen auf 976 564 Franken. 2014 soll der Aufwand gemäss Budget auf 1 165 000 Franken klettern. Die Verdoppelung der Kosten der finanziellen Sozialhilfe innerhalb von fünf Jahren ist alarmierend.

Mit der angekündigten Reduktion um 7,5 Prozent reagiert der Gemeinderat im Sinne einer Lösung, beziehungsweise einer Entschärfung des Problems. Andere Gemeinden haben dies auch bereits getan. Unsere spezielle Bevölkerungsstruktur und der anhaltende Familiennachzug aus sogenannten Drittstaaten, wie auch die tieferen Lebenshaltungskosten (Grenznähe) ermöglichen eine vertretbare Reduktion des Grundbedarfs gemäss SKOS-Richtlinien. Wünschenswert wäre noch, bei unkooperativen Sozialhilfe-Empfängern eine konsequente Kürzungspraxis zu verfolgen.

Der Gemeinderat hat mit der Reduktion der Ansätze gezeigt, dass er seinen Handlungsspielraum nutzen will. Wir von der SVP unterstützen dies, denn damit werden nicht nur finanzielle Einsparungen gemacht. Es sind auch dringend nötige Signale an den wachsenden Anteil der Sozialhilfe-Empfänger in unserer Gemeinde, die mit den geltenden Ansätzen finanziell besser fahren, als wenn sie arbeiten würden. Es kann nicht sein, dass jeder zehnte Steuerfranken in die Sozialhilfe fliesst und die Gemeinde keinen finanziellen Handlungsraum für andere nötige Dinge mehr hat.

Vorstand SVP St. Margrethen
Marcel Toeltl

Vernünftiger Entscheid

Rheintaler, 24. April 2014
„Kindswohl geht Propaganda vor“, 23. April 2014

Ein grosses Lob muss ich dem Gemeinderat von St. Margrethen aussprechen. Verhindert er doch mit seinem Entscheid, dass der IZRS eine propagandistische Standaktion in unserem Dorf abhalten kann. Der Islamische Zentralrat Schweiz gilt in unserem Land als radikal-islamische Organisation, welche schon mehrmals mit seinen verfassungsfeindlichen Äusserungen ins Visier der Staatsschützer geraten ist.
Was man im Wikipedia über den Konvertiten Qaasim Illi liest, spricht Bände. Auch die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, Saïda Keller-Messahli, warnt vor Nicolas Blancho und Qaasim Illi. In der Öffentlichkeit geben sie sich zivilisiert und freundlich, aber sie sind Rattenfänger. Sie ködern junge Muslime und Nichtmuslime, die nach einer klaren Orientierung suchen.
Dass sich der IZRS neben Au-Heerbrugg auch St. Margrethen als strategischen Ausgangspunkt für seine Propaganda ausgesucht hat, sollte hellhörig machen. Mit einem Ausländeranteil von 46%, und einem Islam-Anteil von 18% ist St. Margrethen nicht uninteressant für den IZRS. Darum unterstützt er die Familien der kopftuchtragenden Kinder auch vor unseren Gerichten.
Der Gemeiderat hat richtigerweise einen Riegel geschoben. Dies ist zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass auf den Schultern eines Kindes der IZRS eine Plattform (Standaktion) erhält, wo er versucht, weitere Nichtmuslime mit seinen radikal-islamistischen Glaubensbekenntnissen zu bekehren. Nebenbei sei noch erwähnt, dass der Bruder dieses Mädchens bekundet, dass er Mühe mit dem Kleinbuchstaben t hat, da dieser dem christlichen Kreuz ähnlich sieht.
Die Islamisierung ist in vollem Gang. Ich wünsche unserem Gemeinderat und dem Schulrat die Fähigkeit und die Kraft, die nötig ist, unsere Werte zu verteidigen, damit mittelständische Familien in die vielen Neubauwohnungen einziehen mögen.

Marcel Toeltl

Fadenscheiniges Urteil

Kopftuchverbot – Muslimische Eltern freigesprochen

Ist Religionsfreiheit der Schlüssel dazu, unsere Gesetze zu ignorieren? Und rechtfertigt sie die Meinung, sich nicht integrieren zu müssen? Wir Steuerzahler finanzieren unzählige Integrations- und Migrationsprojekte, ändern Gesetze, passen Lehrpläne an, verändern unsere Sprache und Kinderbücher, und tolerieren die kulturellen Begleiterscheinungen. Wir tun viel, damit uns fremde Kulturen nicht ausgegrenzt werden. Doch für manche Migranten ist dies zu wenig. Sie kommen in unser Land und leben ihre Kultur unverändert weiter. Sie beziehen Sozialleistungen, verletzen ihre Erziehungs- und Fürsorgepflicht, und verstossen gegen amtliche Verfügungen und das kantonale Volksschulgesetz. Ihre beispiellose Ignoranz gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung ist der Grund, weshalb in solchen Dingen die Volksseele kocht.

Die Schulordnung von St. Margrethen wurde der Bürgerschaft mittels Referendums-Möglichkeit vorgelegt. Das Referendum wurde nicht ergriffen, also hat die Schulordnung Rechtskraft.

In der Bundesverfassung steht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Somit müssen sich auch Moslems der rechtskräftigen Schulordnung anpassen. Die Religionsfreiheit darf nicht dazu missbraucht werden, sich Gesetzen zu widersetzen.

Liest man den Art. 9, Abs.2 der Europäischen Menschenrechtskonvention in Sachen Religionsfreiheit, stellt man fest, dass man sich aufgrund der Religionsfreiheit nicht über geltende Gesetze, wie die Schulordnung, hinwegsetzen kann.

Wie der Medienmitteilung des DJ vom 27.02.2001 entnommen werden kann, untersagten im Kanton Genf die Behörden 1996 einer Primarlehrerin, während ihrer Berufsausübung ein Kopftuch zu tragen. Dieser Entscheid wurde vom Bundesgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gestützt.

Dass nun der Einzelrichter mit der Begründung „Sie hätten sich zu Recht auf die Religionsfreiheit berufen.“ den muslimischen Eltern Recht gibt, lässt Raum für Spekulationen.

Marcel Toeltl

Fahrt ins Ungewisse

Rheintaler, 11. Januar 2014

Die SBB als spezialgesetzliche AG ist nach unternehmerischen Gesichtspunkten zu führen. Der Personen- und übrige Güterverkehr ist kostendeckend zu betreiben. Der Ausbau der Bahninfrastruktur will gut überlegt sein.
Der Wunsch nach mehr Bahn ist Symptom-Bekämpfung. Bewusst wird der Grund der überfüllten Züge verschwiegen. Seit Einführung der PFZ vor 10 Jahren, hat die Schweiz um ca. 800’000 Menschen zugenommen. Tendenz steigend. Seit 1998 ist der Personenverkehr auf der Schiene um 60% gewachsen. Diese Zunahme belastet nicht nur unsere Bahninfrastruktur.
Mit Annahme der Fabi Initiative wird der Pendlerabzug auf 3‘000.- begrenzt. Damit sollen 200 Millionen Franken in die Kassen fliessen. Einer Erhöhung der MwSt um 0.1% könnte man noch zustimmen, wenn da nicht die 0.4% der bis 2018 befristeten Erhöhung der MwSt, zugunsten der IV, in den Bahninfrastrukturfonds umgelagert würden. 0.5% MwSt für die Bahn ist zu viel. Wer z.B. Heizöl kauft, bezahlt neben der Mineralölsteuer, welche zur Bahn geht, auch noch MwSt obendrauf. Von all diesen Geldern sollen 60% in den Unterhalt des Schienennetzes fliessen. Ein Infrastrukturausbau generiert weitere und nachhaltige Kosten.
Die ÖV stellen auch Arbeitslose für jeweils 3 Monate ein, – wohlgemerkt ohne Lohnzahlung. Den Lohn erhalten die Arbeitslosen via ALV. Die ÖV sparen durch solche Tricks Personalkosten. Der intransparenten Subventionierung der Bahn durch die Strasse ist Einhalt zu bieten. Die SBB ist kostendeckend zu betreiben und die Gehälter des Top-Kaders zu reduzieren.
Die Fabi Initiative weckt Hoffnung auf gewünschte Investitionen des Bundes in der Region. Doch diese Träume platzen wenn die Gelder im Ausland landen, für Strecken wie Chiasso – Malpensa oder Lindau – München.
Die überladene Fabi Initiative ist nicht fertig gedacht. Der Ausbau der Bahninfrastruktur wird nicht mehr finanzierbar sein. Weitere versteckte Steuern werden folgen. Darum ein klares NEIN in die Urne.

Marcel Toeltl

Stille Nacht

Rheintaler, 24. Dezember 2013

Leise wird’s an Heiligabend und Ruhe kehrt auf den Strassen und in den Quartieren ein. Nach dem gemütlichen Abendessen werden die Kerzen am Christbaum angezündet, vielleicht noch ein Duftöl erwärmt und die Beleuchtung reduziert. Endlich ist es soweit. Es ist Weihnachten.

Wer zusammen mit Kindern feiern darf, erlebt die Spannung und Freude in den Kinderaugen. Es ist immer wieder schön mit anzusehen, wie unser Brauchtum des christlichen Abendlandes seine Magie und Faszination bei Kindern entfaltet. Und auch wir Erwachse freuen uns, wenn wir unseren Lieben die besten Wünsche, zusammen mit einem kleinen Geschenk, überreichen dürfen. Ja, es ist die Zeit der Besinnlichkeit und Freude, die Zeit mancher Träne, und auch die Zeit, in der wir uns erinnern mögen, wie wir damals als Kind die Weihnachtsfeier erleben durften.

Diese Art, wie wir Weihnachten feiern, gehört schon viele Jahrhunderte zu unserer Kultur. Den kommerziellen Teil lasse ich dabei mal beiseite. Unser traditioneller Brauch, an den Festtagen wieder mal im Kreise der Familien und Bekannten zu feiern, wurde von Generation zu Generation vermittelt. Doch wie so manches, ist es auch hier eine Frage der Zeit, bis dieser Teil unserer Kultur zerstört wird. Die unkontrollierte Zuwanderung nach Europa und in die Schweiz bringt nicht wirklich viel Gutes. Auf ein neugeborenes Schweizer Kind kommen zwei ausländische Kinder durch Geburt oder Zuwanderung hinzu. Schon heute ist von den 8 Millionen Einwohnern jeder 4. ein Ausländer. Dies wäre soweit akzeptabel.

Doch durch die Zuwanderung bestimmter fremder Kulturen, importieren wir auch deren Bräuche und rechtlichen Vorstellungen. Leider ist dabei der Islam keineswegs bereit, andere religiöse Kulturen zu akzeptieren. Es gibt zwar immer wieder islamische Vertreter, die sich ehrlich dafür einsetzen, uns klar zu machen, dass der Islam eine friedliche Religion sei. Man könnte auch dazu geneigt sein, dem aufgeschlossen und wohlwollend die Hand zu reichen. Wie schön wäre es, könnten wir eine friedliche Welt unser eigen nennen. Doch die Realität spricht klare Worte. Die katholische Kirche spricht von 200 Millionen Christen, welche weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt und bedrängt werden. In Nigeria, wo es immer wieder zu Angriffen durch die radikalislamische Sekte “Boko Haram” auf christliche Einrichtungen kommt, sind seit 2010 durch Terrorattacken über 1000 Christen getötet und Zehntausende verletzt worden. Auch der ORF vermeldete, dass in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, es in den letzten Tagen zu den ersten Massakern, mit mindestens 1000 Toten, an der christlichen Mehrheitsbevölkerung kam.

In jenen Ländern, in welchen der Islam eine gewisse Stärke erreicht hat, werden Christen zu Verfolgten und müssen um ihr Leben fürchten. Im Irak brennen Kirchen. In Ägypten, Pakistan, Äthiopien, Nigeria, Java, Sansibar, auf den Philippinen und in Frankreich brennen Kirchen. Auch in Deutschland wurden bereits erste Kirchen angezündet. In der Stadt St. Gallen gibt es 7 Moscheen, welche von ihrer Bedeutung her christlichen Kathedralen entsprechen.

Feiern wir also unser Weihnachtsfest, solange wir diese schöne Tradition noch an unsere Kinder weiter geben können. In diesem Sinne wünsche ich friedliche und frohe Weihnachten.

Marcel Toeltl

Dornen aus St. Margrethen

Rheintaler, 9. November 2013

Zum Leserbrief «Blanker Unsinn» von Michael Jäger, Ausgabe vom 7. November 2013

Manchmal ist es erstaunlich, was für Argumente im Vorfeld einer Abstimmung erfunden werden. Dass gerade die Familien-Initiative emotional hohe Wellen wirft, ist nicht verwunderlich. Umso nötiger ist es, dieses Thema sachlich korrekt anzugehen. Doch dies gelingt nicht jedem. Denn wer Andersdenkenden «blanken» bzw. «populistischen Unsinn» unterstellt und diese pauschal verunglimpft, muss schwache Argumente haben. So ist es denn auch bei Michael Jäger. Oder bezieht sich der Titel seines Leserbriefs selbstironisch auf den eigenen? Da muss Michael Jäger wohl ein falsches Abstimmungscouvert erhalten haben. Während es bei der Familien-Initiative nur um eine Steuerentlastung geht, faselt er von Steuererhöhungen. Oder besitzt Herr Jäger hellseherische Fähigkeiten?

Steuerentlastung ist ein liberales Anliegen. Das müsste eigentlich Michael Jäger als eingefleischtem FDPler sympathisch sein. Oder hat er die Seiten gewechselt?

«Reiche» Familien, die ihre Kinder selbst betreuen, scheinen Michael Jäger ein Dorn im Auge zu sein. Diese sollten wohl steuerlich noch mehr geschröpft werden, um weitere Kinderkrippen zu finanzieren. Wie verhält es sich übrigens mit gut situierten Doppelverdienern mit fremdbetreuten Kindern: Können diese den Fremdbetreuungsabzug nicht auch geltend machen? Die SVP St. Margrethen muss Michael Jäger wohl irgendwie ein Dorn im Auge sein, was eigentlich egal ist. Unsere sachlich orientierte und dem Bürger nahe stehende Politik kann etwas bewirken und ändern. Auch Michael Jäger wird eines Tages erkennen müssen, dass die Schweiz nicht nur aus Parteidenken und Geld besteht, sondern auch besorgte, das Land tragende und stolze Bürger beheimatet, für die es lohnt, sich einzusetzen.

Marcel Toeltl

Glasklare Argumente

Tagblatt, 18. Oktober 2013

Sieht man das Wasser höher steigen, beginnt man zu rudern. So oder ähnlich erlebt man zur Zeit die täglichen Argumentarien der Gegner der Familieninitiative. Viele davon sind an den Haaren herbeigezogen, konstruiert oder schlicht unwahr.

Travail Suisse behauptet im Tagblatt vom 14.10., dass die SVP Familien mit hohen Einkommen begünstigen wolle. Diese Behauptung ist falsch. Mit ihrer Behauptung jedoch sät die Travail Suisse ein Korn in den öffentlichen Meinungspool und hofft, dass sich ihre subversive Behauptung in den Köpfen der Stimmbürger verankert.

Im gleichen Bericht kommen die Autoren einer Studie der Berner Fachhochschule BFH zum Schluss, welcher aufhorchen lässt. So rechnen sie bei Annahme der Familieninitiative mit jährlichen Steuerausfällen von 1,4 Milliarden Franken.

Wie bitte? Jährlich 1,4 Milliarden Franken leisten also Familien wenn sie ihre Kinder selber betreuen. Oder andersrum: Der Staat hat bisher jährlich 1.4 Milliarden Franken profitiert durch solche Familien.

Diese Kostenwahrheit passt wohl den sozialen Linken, der Travail Suisse und anderen Initiativgegnern nicht. Sie sehen diese jährlich geschenkten 1.4 Milliarden Franken wie Sand durch ihre Hände fliessen. Der Bund wird dieses Geld irgendwo einsparen müssen. Dies dürfte wohl bei der finanziell aus dem Ruder laufenden Asylindustrie geschehen. Verständlich dass sich darum gewisse Kreise vehement gegen die Familieninitiative wehren.

Auch dürften die Initiativgegner nun einen Konflikt haben. Denn wer schon für das BGE (Bedingungslose Grundeinkommen) ist, muss auch für die steuerlichen Abzüge für Familien, welche ihre Kinder Zuhause betreuen, sein. Man kann nicht Faule unterstützen und gleichzeitig Familien benachteiligen.

Vielleicht sollten sich die Initiativgegner bewusst machen, wie sie ihre Kindheit verbrachten. Wenn sie stolz auf das sind, was sie erreicht haben, liegt dies am traditionellen Familienmodell. Künftige Generationen sollten dieselbe familiäre Kindheitsstube auch erfahren dürfen. Kinder brauchen wenigstens einen Elternteil als innig vertraute Anlaufstelle zu jeder Zeit. Wird diese Möglichkeit, nur des Geldes wegen, verweigert, braucht es nicht zu wundern, wenn sich Kinder von den Eltern weg entwickeln. Es fehlt das Vorbild, die gelebte Familienkultur und der erzieherische Einfluss.

Viele in nächster Zeit von den Initiativgegnern kommenden glasklaren Argumente sind durchschaubar und zeugen selten von Weitsicht. Mit der Familieninitiative will die SVP sicher keine Familie diskriminieren, im Gegenteil. Der Staat soll eine faire Möglichkeit schaffen, damit die Wahlfreiheit und Eigenbestimmung von Familien bei der Kindererziehung gegeben ist. Die Gerichte sprechen manche Urteile, speziell im Asylwesen (Ausschaffung), klar zu Gunsten der Familie. Umso logischer ist es jetzt, endlich Farbe zu bekennen und auch Schweizer Familien zu stärken, damit sie nicht in der freien Wahl des Familienmodells diskriminiert werden.

Marcel Toeltl

Bundesrat hat Fokus verloren

Tagblatt, 25. September 2013

Die neueste Weisung aus dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) von Simonetta Sommaruga übertrifft alles Dagewesene um Quanten. So wird die Grenze geöffnet für Flüchtlinge aus Syrien, sowie der Nachzug von deren Eltern, Grosseltern, Kindern über 18 Jahren, Enkelkindern sowie Geschwistern und deren Kernfamilie. Das Gleiche gilt natürlich auch für die verwandten Kernfamilien. Und da das Verwandtschaftsverhältnis lediglich glaubhaft gemacht werden muss, dürfte dies das ganze syrische Volk betreffen. Syrien hat ja nur 20 Millionen Einwohner.

Wie kann man nur die Grenze so unüberlegt öffnen und unsere Heimat an die Wand fahren. Das Bild wird klar. Abschaffen der Armee, verhindern von neuen Kampfflugzeugen, schwingen der Polizeistaat-Keule, bevorzugen des Völkerrechts vor Landesrecht, verhindern des privaten Besitzes von Waffen, Erhöhung der MwSt um die ganze Asylindustrie und das Sozialwesen zu finanzieren, einseitige Datenlieferung an die USA usw., sind Aktivitäten, welche das Ziel haben, unsere Grundmanifeste zu zerstören. Erstaunlich, dass angebliche Intellektuelle aus den linken Reihen auf derart durchtriebene Weise unser Land ruinieren. Vernünftige Menschen müssten sich klar davon distanzieren.

Was aber einige Bundesräte in letzter Zeit vollbracht haben, ist definitiv nicht im Sinne des Volkes. So wird Art.2 der Bundesverfassung gleich mehrfach missachtet. Weder schützt die Schweizerische Eidgenossenschaft die Freiheit und die Rechte des Volkes und wahrt die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes, noch wird die nachhaltige Entwicklung und der innere Zusammenhalt des Landes gefördert. Auch setzt sie sich nicht ein für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung.

Dass das Völkerrecht und fremde Richter über unser Landesrecht gestellt werden sollen, ist klar gegen uns Eidgenossen gerichtet. Migranten und Asylanten haben mittlerweile mehr Rechte als wir Schweizer. Durch die unkontrollierte Zuwanderung gefährdet die Schweizerische Eidgenossenschaft in hohem Masse unsere Unabhängigkeit und die Sicherheit unseres Landes. Dass diese katastrophale Politik keine nachhaltige Entwicklung sicherstellt, und den inneren Zusammenhalt unseres Landes zerstört, ist mehr als tragisch.

Volksvertreter, welche derart leichtsinnig und unüberlegt solch schwerwiegende Entscheidungen treffen und umsetzen, sind eine Gefährdung für unsere Heimat, unser Volk, unser Erschaffenes und unsere soziale Sicherheit. Sie sind schlicht nicht mehr tragbar. Ist der Schaden nachhaltig angerichtet, dürften solche Volksvertreter schlaflose Nächte und ein schlechtes Gewissen haben. Sicher ist jedoch, dass sie einem nicht mehr in die Augen schauen können.

Marcel Toeltl

Heuchlerischer Tierschutz

Tagblatt, 6. September 2013

Als Tierliebhaber und Tierpsychologe verfolge ich Themen rund um’s Tier aufmerksam. Doch immer wieder bin ich erstaunt wie engstirnig und kurzsichtig gewisse Aktionen seitens gewisser Tierschützer aufgegleist und durchgezogen werden. Manche Auswirkungen werden zum Eigentor, schaden dem Tierschutz und machen ihn unglaubwürdig.

Einen nachhaltigen Schaden werden die Delfinschützer erfahren müssen. Einheimische und ausländische Tierschützer haben unsere Regierung dazu gebracht, das Halten von Delfinen im Connyland zu unterbinden. Zwar sind deren Argumente teilweise nachvollziehbar, – aber auch inkonsistent. Es ist höchst beeindruckend zu sehen, wie Kinderaugen vor Freude funkeln, wenn sie Delfine aus nächster Nähe sehen und allenfalls sogar streicheln dürfen. Auch ich war mal Kind und habe solche Erfahrungen gesammelt. Darum habe ich grosse Sympathien für Delfine. Doch wird diese Möglichkeit der direkten und prägenden Erfahrung unterbunden, wird der Delfin abstrakt und verliert an Wertschätzung. Er wird schlicht zum Fisch degradiert. Und genau hier setzt meine Kritik an. Der Tierschutz läuft nun massiv Gefahr, dass er in Zukunft kein Geld mehr von Spendern erhalten wird. Die Schweiz ist ein finanzielles Paradies für Tierschutzorganisationen. Als Binnenland ist die Haltung von Delfinen für zukünftige Spender wichtig. Verlieren unsere Kinder den emotionalen Bezug zu Delfinen, bleibt das Geld aus. In freier Wildbahn lebende Delfine werden dadurch weiterhin in Fischernetzen zu Tode kommen.

Ein weiteres Versagen des Tierschutzes betrifft das Schächten, ein rituelles Schlachten von Tieren. Dabei werden Tiere mit einem speziellen Messer mit einem einzigen Schnitt quer durch die Halsunterseite, getötet. Mit dem Schächten soll das möglichst rückstandslose Ausbluten des Tieres gewährleistet werden. Das Schächten erfolgt ohne vorgängige Betäubung des Tieres. Dem Tierschutz ist dieses Verfahren bekannt, doch er vermeidet es tunlichst, sich in diesem Thema zu engagieren. Das Tierschutzgesetz verbietet das Schächten. Das leidvolle Sterben dieser Tiere wird geduldet und es gibt von Seiten Tierschutzorganisationen keinen Aufschrei. Da könnte man sich die Finger verbrennen. Lieber dem Thema Delfinverbot zuwenden. Hier kann man nicht verlieren.

Das Profilierungsgehabe mancher Tierschützer, welche Tiere höher stellen als Menschenkinder, lässt aufhorchen. Die Rasse Delfin wird ausgeschafft, doch andersgläubige Zuwanderer, welche ihre religiösen und tierschutzwidrigen Sitten an unseren Tieren praktizieren, werden mit offenen Armen empfangen. Würde der Tierschutz das qualvolle Schächten endlich rigoros angehen, wäre auch den Nutztieren geholfen. Solange der Tierschutz aber solche Missstände zulässt, ist er nicht glaubwürdig. Was nützen Spenden und Engagement für den Schutz von Tiere in fernen Ländern, wenn es unsere nationalen Organisationen nicht mal fertig bringen, den Wolf und Bär in unserem Land zu schützen, und das qualvolle Sterben der Nutztiere zu verhindern?

Marcel Toeltl