FDP – die Liberalen?

Die FDP (freisinnig Demokratische Partei) nennt sich “Die Liberalen”. Dabei wäre eine andere Namensgebung dringend zu prüfen. Wieso, lesen Sie nachfolgend.

Nun gut, frei von Sinnen sind die Antidemokraten schon mal. Unter ihrer Federführung wurde der demokratische Volksentscheid zur Kontrollierten Zuwanderung (MEI) geschwächt, verbogen und zahnlos gemacht.

Aber die FDP rüttelt auch versteckter an den Grundpfeilern unserer Heimat und unseres Wohlstandes.

Wer, wie ich, in einem Grenzkanton wohnt, und täglich mit dem Fahrzeug über die Autobahn in die Hauptstadt fährt, hat sicher schon festgestellt, dass es immer mehr Pendler-Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen gibt, welche tagtäglich über die Grenze kommen um in unseren Städten zu arbeiten.

Soweit, so gut. Doch was echt stört, ungerecht und nervig ist, ist die Tatsache, dass alle diese Autofahrer mit gerade mal mickrigen CHF 40.- Autobahngebühr, das ganze Jahr über unsere Autobahnen nutzen und abnutzen, sowie stark mitverantwortlich für die immer länger werdenden Staus sind.

Unsereins zahlt neben der Autobahnvignette noch Strassenverkehrssteuer! Die Pendler jedoch nur die 40.- für die Autobahnvignette.

Jetzt werden sicher wieder Einige einbringen, dass auch wir in den angrenzenden Ländern nur das Pickerl, oder schon bald in Deutschland eine Mautgebühr entrichten müssen. Ja, da gebe ich soweit Recht.

Aber! Zwischen den Löhnen im angrenzenden Ausland und den Löhnen in unserem Land, herrscht anscheinend ein grosser Unterschied. Und dieser Unterschied wirkt wie ein Magnet. Es gibt immer mehr ausländische Pendler die sehr, sehr gut verdienen auf unserem Lohnniveau. Aber als Schweizer im nahen Ausland zu arbeiten ist hingegen, besonders lohnmässig, völlig unattraktiv.

Genau hier kritisiere ich nun die Unternehmerpartei FDP. Genau sie sind es, welche die Personenfreizügigkeit vehement verteidigen und erhalten wollen. Genau sie sind es, welche ausländische Pendler zu tieferen Löhnen anstellen und damit unsere Löhne unter Druck bringen, bis hin zur Entlassung. Mit ihrem Vorgehen gleichen sie unsere Löhne konstant in Richtung EU Lohn-Niveau an, um dann am Tag X die Schweiz reibungslos in die EU zu integrieren.

Ja, genau die FDP ist es, welche noch so gerne in die undemokratische, marode EU will. Wir Bürger zahlen dafür den Preis, gefährden unsere angesparte soziale Absicherung und schauen am Schluss dumm aus der Wäsche. Dafür dürfen wir dann unseren Kindern und Enkelkindern erklären, weshalb wir nur zugeschaut und nichts dagegen unternommen haben.

Nun, liberal ist die FDP tatsächlich. Liberal der EU gegenüber, aber definitiv nicht liberal gegenüber uns Bürgern. Uns gegenüber ist sie schon fast abschätzig und überheblich. Wir sind der FDP recht, solange wir für deren Ziele finanziell aufkommen. Selbstbestimmung unsererseits, ist ein Dorn in deren Auge.

Wir haben es in der Hand bei den kommenden Wahlen.

Marcel Toeltl

Rücktritt von Gemeinderat Andreas Trösch

Gert Bruderer, vom Rheintaler, titulierte es so: “Zwei Jahre nach der Wahl der Knall”. Was dann weiter im Artikel folgte, lässt einem aufhorchen und die Sache etwas kritischer betrachten.

Was ist denn da geschehen? Da wird vom Aussenseiter im Gemeinderat, dem schwarzen Schaf, und einer “Person non grata” gesprochen. Kurzum, einer unerwünschten Person. Er habe sich widerborstig im Amt aufgerieben, und böse Zungen sahen das Problem Trösch als Fremdkörper im Rat.

Das ist starker Stoff. Ja, man könnte sogar vermuten, dass es hier nur um reine Machtspiele ging. Was veranlasst einen Gemeinderat, der aus 3 FDP Mitgliedern und einem Gemeindepräsidenten, der ebenfalls mehr als FDP angehaucht ist, dazu, einen ursprünglich ebenalls der FDP angehörigen Ratskollegen derart auszugrenzen, ja, sogar schon fast zu mobben? Was stimmt da im Gemeinderat nicht?

Ich muss offen gestehen, ich kenne Andreas Trösch nicht persönlich. Aber das wird sich wahrscheinlich schon bald ergeben. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass da sehr vieles nicht im Lot war und ist. In einen Gemeinderat gehören unterschiedliche Meinungen. Gleichgeschaltete Gesinnungsträger, fast 4 FDP’ler von 7 Räten, tragen kaum sinnvoll zur Meinungsvielfalt bei. Da festigt sich ganz schnell die interessens- und parteiorientierte Stossrichtung, und jeder der anderer Meinung ist, wird gemieden, behindert und aufs Abstellgleis geschoben. Mobbing auf höherer Ebene eben.

Ganz speziell wird es dann, sollte die Einheitsgemeinde entstehen. Dann will doch der Gemeinderat, dass der Schulratspräsident, Roger Trösch, FDP, auch in den Gemeinderat kommt.

Läuten schon die Alarmglocken? Quasi 5 FDP’ler soll der 7-köpfige Gemeinderat bekommen. Glaubt da jemand ernsthaft, ein Schulrat, der durch einen FDP Schulratspräsidenten im gleichgeschalteten Gemeinderat vertreten wird, habe überhaupt eine Chance irgend etwas gegen seine Parteikollegen durchzubringen?

Nach mir geht es um eine Machtkonzentration in Reinkultur. Hat eine einzelne Partei, die FDP, die Mehrheit im Gemeinderat, und ist der Schulrat quasi neutralisiert, und gibt es nur noch eine Geschäftsprüfungskommission, gibt es keine Demokratie mehr in unserem Dorf. Egal was Bürger einbringen, der Gemeinderat kann tun und lassen was er will.

Und genau hier lag wahrscheinlich der Grund, weshalb man Andreas Trösch auf die Ersatzbank setzte und das Spiel ohne ihn machte. Denn welche Machthaber lassen schon gerne zu, dass man an ihrem Stuhl sägt, Missstände aufzeigt und dagegen vorgehen will? Andreas Trösch war anscheinend ein weitsichtiger, vorausschauender und lösungsorientierter Bürgervertreter, der am Machtgebilde jäh abgeprallt ist.

Nun, die nächsten Kommunalwahlen stehen schon bald vor der Türe. Es wäre ganz schwer zu hoffen, dass die Bürger von St. Margrethen dieses durchtriebene Spiel der Dorfkönige durchschauen und entsprechend die Weichen stellen. Alles andere wäre fahrlässig und egoistisch gedacht.

Marcel Toeltl