Moslems first!

Nein, eine Islamisierung findet nicht statt. Und nein, es wird niemandem was weggenommen. Auch werden wir nicht benachteiligt.

Als Elternteil meiner zwei schulpflichtigen Jungs lese ich die Information für Eltern des Schuljahres 2019/2020 des Schulkreis Rosenberg. Doch schon beim dritten Abschnitt bleibt mein Blick hängen. Was da geschrieben steht, kann ich nicht glauben. Also lese ich es nochmals, und nochmals. Doch der Inhalt wird nicht besser. Da steht doch klar geschrieben:

Bajram: Es kann höchstens ein Tag pro Schuljahr als Urlaub bezogen werden. Bei weiteren durch die Religionszugehörigkeit bedingten Absenzen müssen die beiden frei zu wählenden Halbtage (Jokertage) eingesetzt werden.

Wir kennen bei uns in der Schweiz christliche Feiertage, wie z.B. Auffahrt, Ostern, Pfingsten, Allerheiligen, Karfreitag, Weihnachten und je nach Kanton auch noch einige Andere. Und an all diesen Feiertagen haben die Moslems auch frei, was ja kein Problem ist. User Land, unsere Bräuche und Sitten.

Und nun hat doch unsere Schulleitung des Schulkreis Rosenberg ernsthaft das Gefühl und Bedürfnis, sie müsse den Kindern muslimischer Eltern noch einen zusätzlichen Freitag bescheren, um das muslimische Zuckerfest feiern zu können.

Wenn das keine Diskriminierung nicht muslimischer Kinder ist! Unsere Kinder MÜSSEN zur Schule, und Moslemkinder dürfen das Zuckerfest feiern und haben erst noch die zwei Halbtage (Jokertage) zugute. Dank dem Toleranzbedürfnis der Schulleitung werden also die Kinder von Moslems besser gestellt, als es unsere Eigenen sind.

Durch den sehr hohen Ausländeranteil in den Schulklassen sind vielen Eltern die daraus resultierenden Probleme, wie Leistungsunterschiede, Gewalt und Sprache bekannt. Und ehrlich gesagt, wer von uns Eltern hat sich nicht schon darüber gewundert, dass gerade muslimische Kinder viel, viel später ins Bett gehen, als es unsere Kinder tun? Gerade Kinder sollten genügend Schlaf habe, um am nächsten Tag erholt zu sein, damit sie neuen Schulstoff aufnehmen können. Müde Kinder sind nun mal nicht leistungsfähig.

Aber ja, da passt es doch gut, dass man gerade solchen Kindern auch noch einen weiteren schul- und bildungsfreien Tag, zum Playstation spielen, schenkt. Damit werden Leistungsunterschiede sicher kompensiert. Dass die Integrationsmassnahmen damit ausgehöhlt werden, scheint auch nicht wichtig zu sein.

Falls die Formulierung des besagten Abschnittes einfach unglücklich gewählt sein sollte, erwarte ich von der Schulleitung, dass sie dies korrigiert. Andernfalls kann klar davon ausgegangen werden, dass das Toleranzbedürfnis der Schulleitung wichtiger ist.

Marcel Toeltl

Elterninfo 2019/2020