Rücktritt aus Elternforum

Der Einfluss der lokalen Politiker auf die Schule scheint sehr gross zu sein und der vernetzte Filz missachtet grundlegende Kompetenzen. So wurde ich als Präsident des Elternforums Rosenberg kurz vor unserer letzten Vorstandssitzung von Arianne Crameri-Giger (SP) darauf aufmerksam gemacht, dass die Schulleiterin Claudia Wessner und die Lehrervertretung an dieser Sitzung anwesend sein wollen.
Abgesehen davon, dass solche Dinge in Rücksprache mit dem Vorstand und wenigstens dem Präsidenten entschieden werden sollten, stellt sich die Frage, wer da Druck aufgesetzt hat.

Schon ganz am Anfang der Vorstandssitzung wurde klar was der Grund war. Mein Blog Beitrag „Ein Dorf gibt sich auf“ erregten die Gemüter. Vor allem diejenigen des Schulrates, respektive des Schulratspräsidenten Roger Trösch (FDP), und der Schulleitung, wie auch wahrscheinlich gewisser FDP und SP Exponenten. Auch Befürworter des einseitig propagierten Multikulti Traumes fühlten sich angegriffen.
Schnell zeichnete sich ab dass es darum ging wie die zukünftige Zusammenarbeit und das Vertrauen funktionieren soll, wenn ich als Präsident des Elternforums die Schule als Ganzes kritisiere. Doch wer meinen Blog richtig gelesen hat, weiss auch, dass ich nicht die Schule, sondern den Anlass an sich und die Politiker unseres Dorfes im Fokus hatte. Darum auch der Titel meines Beitrages „Ein Dorf gibt sich auf“.

Bei der überaus heftigen Diskussion wurde auch klar, dass die Vizepräsidentin Arianna Crameri-Giger und meine Wenigkeit, das Heu nicht auf der selben Bühne haben, und auch nie haben werden. Zu verschieden sind unsere Ansichten und Positionen. Eine Zusammenarbeit ist nur schon deswegen nicht wirklich gewinnbringend.

Aber noch vielmehr wiegt dieser Umstand im Fokus des Zusammenlebens im Dorf. Wenn nur schon wir zwei vom Präsidium, welche in der gleichen Kultur geboren und aufgewachsen sind, uns in nicht finden, wie soll es denn mit einem Vielfachen an unterschiedlichen Kulturen funktionieren? Die vorbehaltslos realistische Antwort ist, Multikulti ist gescheitert. Und nein, dies ist keine Behauptung von mir. Aber diese Tatsache wird von den linken Systemmedien und Politikern tunlichst verschwiegen. Doch es gibt immer wieder Journalisten und Gelehrte anderer Kulturen, die das heikle Thema aufgreifen und öffentlich bekunden, dass die unterschiedlichen Kulturen in vielen Bereichen (Zusammenleben, Rechtsempfinden, Gleichstellung, Familienbild (Kinderehen), Gesetze usw.) nicht kompatibel sind. Wer sich nur halbwegs in der Realität bewegt und sich entsprechend informiert, findet problemlos entsprechende Leitartikel verschiedener Verlage im Internet.

Als Präsident vom Elternforum Rosenberg war meine Position ganz klar, dass für das geplante Regenbogenfest der Schule Rosenberg im Herbst 2017 weder Religion noch Multikulti Thema sein darf. Es ist ein Fest von Kindern für Kinder! Und es darf nicht anstehen dass solche Feste für irgendwelche politischen oder religiösen Machenschaften missbraucht werden. Das Fest soll den Kindern und Eltern Freude bereiten und als tolles Erlebnis in Erinnerung bleiben. Denkt immer daran, es sind Kinder. Unsere Kinder, insbesondere Kindergärtler und Primarschüler, sehen die Welt noch aus Kinderaugen. Für sie ist die Realität noch nicht wirklich verständlich.

Der Auslöser meines Blog Beitrages war, dass ein politisch motivierter Anlass (vom Gemeinderat? initiiert), wie er in der Wiesenau stattgefunden hat, unter Zuhilfenahme von Kindern (Schultheater), populistisch vermarktet wurde. Das ist beschämend und sehr fragwürdig.

Es mag sein dass es in den Augen einiger Mitbürger als selbstverschuldet betrachtet wird. Das möchte ich auch nicht abstreiten. Aber für die „Sache“ ist es nicht hilfreich wenn politischer Druck auf die Schule ausgeübt wird um einen unbequemen Elternforum Präsidenten loszuwerden, welcher eine klare Linie hat wenn es um Multikulti und Kinder geht. Als Präsident, welcher weder von der Schulleitung noch von einzelnen Mitgliedern des Elternforum Vorstandes, unterstütz wird, kann ich mich leider nicht in dieser Funktion für unsere Kinder einsetzen. Darum habe ich am Mittwoch, 16.11.2016, meinen Rücktritt als Präsident und Vorstandsmitglied vom Elternforum Rosenberg bekannt gegeben.

Mir liegt nach wie vor sehr viel daran, dass unsere Kinder in einem Umfeld aufwachsen, welches unserer Kultur entspricht. Lasst die Kinder Kinder sein! Missbraucht sie nicht für politisches Machtgehabe und Rechtfertigungen, respektive zur Kaschierung politischen Versagens. Multikulti ist gescheitert. Das schleckt keine Kuh weg.

Ich werde ein wachsames Auge auf die weitere Entwicklung haben.

Marcel Toeltl

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