Ausser Spesen nix gewesen?

Während der letzten Wochen konnte man den Medien entnehmen wie es finanziell um die umliegenden Gemeinden steht. Dabei fällt auf, dass es trotz Corona einigen Gemeinden gelungen ist, ein hervorragendes Resultat zu erreichen und sogar den Steuerfuss weiter zu senken.

So sieht es aktuell bei den einzelnen Gemeinden aus:

Rheineck
Eichberg
St. Margrethen
Rebstein
Oberriet
Berneck
Au
Diepoldsau
Widnau
Balgach

119 %
119 %
114 %
104 %
102 %
95 %
87 %
84 %
76 %
67 %

gleichbleibend
gleichbleibend
gleichbleibend
neu
gleichbleibend
neu
gleichbleibend
neu
gleichbleibend
neu

St. Margrethen habe sich in allen Belangen positiv entwickelt tönt es aus der Ortspartei, welche seit Jahren das Ruder in der Hand hat. Wenn dem so wäre, wieso kann unser Dorf in Sachen Steuersenkung nicht mithalten? Wieso haben wir immer noch einen 3-stelligen Steuerfuss, während umliegende Gemeinden einen viel tieferen Steuerfuss haben? Welches sind also all die Belange in denen sich St. Margrethen positiv entwickelt haben soll?

Dass sich die Firma Stadler hier niedergelassen hat, zeigt anscheinend keine positive Auswirkung auf die Gemeindefinanzen, obwohl der Zuzug damals als “Lotto-Sechser” bezeichnet wurde. Man hat auf Kosten der Bürger den Zuzug für Stadler attraktiv gemacht, indem man eine 4 Millionen Franken teure Passerelle für deren Mitarbeiter hinstellt. Ganz zu schweigen vom städtischen Beton-Busbahnhof für unser urbanes Dorf.

Auch die vielen hohen Bauten rund um den Kreisel in der Dorfmitte lassen nichts Gutes erahnen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Gemeindeverwaltung mit dem Vorschlag kommt, das Gemeindehaus aufzustocken und zu sanieren, oder gar neu hin zu bauen. Es passt ja nicht mehr wirklich zu all den modernen Bauten und könnte einer Einheitsgemeinde nicht würdig sein.

Wahrscheinlich wird darum der Steuerfuss nicht gesenkt, um die Kasse für das Gemeindehaus zu äufnen. Tja, eine Einheitsgemeinde hat eben auch ihren Preis. Das werden wir in Zukunft vermehrt feststellen müssen.

Wie ich schon früher geschrieben habe, erfolgreich sieht anders aus. Zahlen, wie z.B. die Leerwohnungsquote, die demografische Bevölkerungszusammensetzung und der Steuerfuss, sprechen da eine klare Sprache.

Marcel Toeltl

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